So finden Sie Ihre IP-Adresse

Netzwerke und das Internet identifizieren Computer (egal welcher Größe, selbst Ihr Smartphone) nicht anhand des Namens, den Sie ihnen geben. Computer bevorzugen Zahlen, und die Zahlen, die sie als Identifikatoren verwenden, heißen IP-Adressen.

Was ist eine IP-Adresse

Das „IP“ steht für „Internet Protocol“, das Teil des Transmission Control Protocol/Internet Protocol (TPC/IP) ist. Das Ganze wird kurz IP genannt, und TCP/IP ist die Sprache, die von den meisten Netzwerken für die Kommunikation verwendet wird.

Wenn es um Ihren Computer geht, gibt es eigentlich mehrere IP-Adressen. Eine davon ist die IP-Adresse Ihres Routers, mit der der Computer mit dem Internet kommuniziert. Diese IP-Adresse wird dem Router im Allgemeinen von Ihrem Internetdienstanbieter (ISP) zugewiesen; der Router wiederum leitet den gesamten Datenverkehr von Ihrem Computer ins Internet weiter. Auch wenn eine Website also nur sieht, dass eine Anfrage von der IP-Adresse des Routers kommt, weiß der Router, wie er die Informationen zum/vom Computer weiterleiten kann. (Deshalb heißt er ja auch Router.)

Den Computern in den internen Netzwerken, sei es Wi-Fi oder Ethernet, zu Hause oder im Büro, werden eigene IP-Adressen zugewiesen (in der Regel durch den Router). Auf diese Weise können alle Knoten des internen Netzes auch miteinander kommunizieren. Das Protokoll, das der Router für die Zuweisung von IP-Adressen verwendet, heißt Dynamic Host Control Protocol (DHCP).

IP-Adressen haben in der Regel das gleiche Format wie eine 32-Bit-Zahl, dargestellt als vier Dezimalzahlen mit einem Bereich von 0 bis 255, die durch Punkte getrennt sind – jeder Satz von drei Zahlen wird als Oktett bezeichnet. Dieses Format wird von IP Version 4 (oder IPv4) verwendet. Mit diesem Format konnte man theoretisch 0.0.0.0 bis 255.255.255.255 verwenden. Damit war die Welt jedoch auf über 4 Milliarden IP-Adressen beschränkt, was nicht ausreichte.

Deshalb gibt es jetzt IPv6, ein 128-Bit-System mit acht Gruppen von vier hexadezimalen Ziffern (Zahlen und Kleinbuchstaben gemischt), die alle durch einen Doppelpunkt getrennt sind (zum Beispiel: 2001:0db8:85a3:0000:0000:8a2e:0370:7334). Das sind weit mehr als 4 Milliarden Adressen. Die tatsächliche Zahl ist eine 34 mit 37 Nullen dahinter (oder 2 hoch 128), was technisch gesehen 340.282.366.920.938.463.463.374.607.431.768.211.455 entspricht. Das sind eine Menge Adressen.

Das ist alles gut zu wissen, aber wie finden Sie Ihre IP-Adresse?

Finden Sie Ihre interne IP-Adresse

Jedes Gerät, das eine Verbindung zu Ihrem internen Netzwerk herstellt, sei es zu Hause oder im Büro, hat eine IP-Adresse (Ihr PC, Ihr Smartphone, Ihr Smart-TV, Ihr Netzwerkdrucker usw.) Es spielt keine Rolle, ob es über Wi-Fi oder Ethernet angeschlossen ist. Sie alle haben eine IP-Adresse, wenn sie über Ihren Router mit dem Internet oder untereinander verbunden sind.

Im einfachsten Netzwerk hat Ihr Router eine IP-Adresse wie 192.168.0.1, die als „Gateway“ bezeichnet wird. Sie werden es häufig sehen, wenn Sie nach den IP-Adressen anderer Geräte suchen. Das bedeutet normalerweise, dass Ihr Router DHCP verwendet, um den Geräten Adressen zuzuweisen, bei denen sich nur das letzte Oktett ändert. Also zum Beispiel 192.168.0.101 oder 192.168.0.102. Dies hängt von dem von Ihrem Router definierten Bereich ab.

Das ist bei allen internen Netzen so ziemlich das Gleiche, denn sie sind hinter dem Router versteckt, der die gesamte Kommunikation an die richtigen Stellen weiterleitet. Wenn Sie ein großes internes Netzwerk haben, hilft eine weitere Nummer, das so genannte Subnetz, bei der Unterteilung Ihres Netzwerks in Gruppen. Die in den meisten Heimnetzwerken verwendete Subnetzmaske lautet 255.255.255.0.

Wie finden Sie sie also? Unter Windows benötigen Sie dazu die Eingabeaufforderung. Suchen Sie mit der Windows-Suche nach „cmd“ (ohne die Anführungszeichen). Klicken Sie auf , um die Befehlszeile aufzurufen. Geben Sie im daraufhin angezeigten Popup-Fenster „ipconfig“ (ohne Anführungszeichen) ein und bestätigen Sie.

Befehlszeile mit IPCONFIG

Es wird mehr als nur die IP-Adresse angezeigt: Sie sehen die IPv4-Adresse (und IPv6, falls unterstützt), die Subnetzmaske und das Standard-Gateway (das ist Ihr Router). Über dieser Datenreihe in der Mitte wird die Art der Verbindung angezeigt: „Drahtloser LAN-Adapter Wi-Fi“. Bei einer kabelgebundenen Verbindung würde die Information unter „Ethernet-Adapter“ stehen.

Gehen Sie auf dem Mac in die Systemeinstellungen, wählen Sie „Netzwerk“, und die Informationen sollten dort zu finden sein. Klicken Sie auf den Verbindungstyp auf der linken Seite, um die IPs für jeden Typ anzuzeigen. Bei etwas älteren Versionen müssen Sie möglicherweise oben auf die Registerkarte TCP/IP klicken. Optional können Sie auch das Terminal öffnen und „ipconfig“ eingeben, genau wie unter Windows.

Unter iOS/iPadOS gehen Sie zu Einstellungen > Wi-Fi und klicken auf das „i“ im Kreis neben dem Netzwerk, in dem Sie sich befinden. Die IP-Adresse, das Subnetz und der Router (Gateway) werden sowohl in einem IPv4- als auch in einem IPv6-Abschnitt angezeigt, wie unten dargestellt.